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Top 5 Outdoor Equipment für Naturfotografen: Was wirklich zählt wenn es darauf ankommt!

  • Autorenbild: Jakob Kreusch
    Jakob Kreusch
  • 23. Juni
  • 5 Min. Lesezeit

Naturfotografie ist mehr als ein Hobby. Sie ist eine Kombination aus Geduld, Instinkt, Erfahrung und der richtigen Ausrüstung. Wer schon mal stundenlang auf ein Tier gewartet hat, durch einen eiskalten Fluss gewatet ist oder mitten in einem Gewitter stand der weiß: Das falsche Equipment kostet nicht nur Bilder, sondern manchmal auch die Sicherheit oder Materialschäden. Ich zeige dir die fünf Dinge die bei mir auf jeder Tour dabei sind und warum darauf der Fokus liegt..


Landschaftsfotografie Wasserspiegelung Naturfotografie – Jakob Kreusch Naturfotograf Deutschland

1. Das richtige Kamerasystem – Sony A7 IV und Sony ZV-E1

Bevor wir zu Rucksäcken und Stiefeln kommen, den elementaren Dingen wenn man sich ind er Natur bewegt, fangen wir beim Wichtigsten fürNaturfotos an. Ich arbeite mit zwei Kameras: der Sony A7 IV als Hauptsystem und der Sony ZV-E1 als Backup. Die A7 IV ist mein Arbeitspferd. Vollformat, präziser Autofokus, zuverlässig bei schlechtem Licht. Für Wildlife und Sport gibt es aktuell kaum etwas Besseres in dieser Preisklasse. Der Nachteil: Sie ist nicht leicht und braucht Pflege bei Nässe und Staub.


Sony A7 IV Kamera Naturfotografie Wildlife Ausrüstung – Jakob Kreusch Naturfotograf

Die ZV-E1 ist das Gegenteil, weswegen ich sie bei längeren Trips in der Natur immer dabei habe. Sie ist kompakt, leicht, perfekt für längere Touren wo jedes Gramm zählt. Der Sensor ist mit seinen 12 Megapixeln zwar deutlich geringer aufgelöst als die A7 IV aber die Qualität ist auf Spitzenniveau und zusätzlich ist die Low Light Performance hier Weltklassen. Der Autofokus ist unsagbar schnell, natürlich nicht ebenbürtig mit der A9 III oder vergleichbaren hoch preisigen Modellen aber für alle Zwecke, gerade auch Tierportraits etc. schon absolut overpowered. Schwäche: Das Gehäuse ist weniger robust als die A7 IV und bei extremen Wetterbedingungen weniger tolerant. Ich nutze sie als zweite Kamera oder wenn ich weiß dass es körperlich anspruchsvoll wird, denn sie wiegt einzeln keine 500 Gramm was bei langen Wanderungen gold wert ist.



Sony 70-200 GM II Objektiv Wildlife Fotografie Ausrüstung – Jakob Kreusch Naturfotograf Deutschland


Immer dabei ist das Sony 70-200mm GM II. Scharf, schnell, vielseitig und bestens geeignet für Wildlife aus mittlerer Distanz, Kompressionsfotos in der Landschaftsfotografie und auch für Sportaufnahmen gibt es in meiner Erfahrung kein besseres Objektiv. Ja, es wiegt über ein Kilogramm. Aber es hat mich noch nie enttäuscht. Ergänzend ist bei mir meist entweder ein leichtes Videoobjektiv wie das 20-60 Kit Objektiv der ZV-E1 oder für professionellere Aufnahmen ein 24-70mm F2.8 dabei.


2. Der richtige Rucksack: Lowepro Protactic BP 450 und Osprey Exos 38

Ich habe zwei Rucksäcke für zwei verschiedene Situationen. Für Tagestouren mit viel Equipment nehme ich den Lowepro Protactic BP 450. Er ist speziell für Fotografen gebaut, gepolsterte Kamerafächer, schneller Zugriff, solider Wetterschutz. Wenn ich weiß dass ich viel Technik dabei habe und nicht allzu weit wandere, ist er ideal, denn er bietet maximalen Komfort und guten Schutz für mein Equipment, hat allerdings vom Platz her seine Grenzen für zusätzliches Outdoor Equipment.


Für längere Touren über Nacht oder mehrtägige Expeditionen kommt der Osprey Exos 38 zum Einsatz. Leicht, rückenfreundlich und mit genug Platz für Trekking Equipment um mehrere Tage unterwegs zu sein, plus Kamera Equipment für Wildlife. Damit ist er perfekt für Gelände wo man wirklich wandern und klettern muss und länger als wenige Stunden zu Fuß hinbraucht. Es ist deutlich angenehmer und vor allem sicherer wenn man für Beispielsweise ein Landschaftsfoto in den Alpen einfach früh morgens auf dem Berg aufstehen kann anstatt die Nacht durch hoch zu wandern.


3. Stative: Rollei Lion Rock 25 Carbon und Rollei Compact Traveller

Rollei Carbon Stativ Naturfotografie Outdoor – Jakob Kreusch Naturfotograf Deutschland

Ein gutes Stativ ist in der Naturfotografie kein Luxus, es ist Pflicht. Ich habe zwei und zwar aus dem gleichen Grund wie die Rucksäcke. Das Rollei Lion Rock 25 aus Carbon ist mein Hauptstativ. Stabil, leicht für seine Größe aber im Schnitt sehr groß und auch schwer verglichen mit anderen. Dafür aber perfekt wenn ich weiß dass ich einen festen Standpunkt brauche, am Meer, bei schlechten Wetter oder im Hang oder in Flüssen hat mich dieses schon oft vor Kameraschäden bewahrt.

Das Rollei Compact Traveller nehme ich wenn Gewicht und Packmaß entscheidend sind. Es ist immer noch sehr stabil, vor allem für Größe und Gewicht und reicht für die meisten Situationen völlig aus. Zudem ist es deutlich leichter und kompakter, gerade auch wenn es ums fliegen oder eben wieder um mehrtägige Touren geht.



4. Erste Hilfe Set, individuell gepackt, nie unterschätzt

Wer alleine in der Natur unterwegs ist, trägt die Verantwortung für sich selbst. Häufig kein Netz, kein schneller Rettungsdienst, keine zweite Person die einspringt. Ein kompaktes Erste-Hilfe-Set gehört deshalb auf jede Tour, egal wie kurz sie geplant ist und egal wie sicher sie scheint.


Mein Set ist individuell zusammengestellt und passt sich je nach Destination an. Das Grundprinzip ist immer dasselbe: leicht, kompakt, auf echte Szenarien ausgerichtet und ich habe den riesigen Vorteil, sowohl durch militärische Vor Erfahrung, als auch durch etliche Touren in den letzten Jahren ziemlich genau zu wissen was ich wofür brauche,


Immer dabei sind Mullbinden und Desinfektionsmittel für tiefere Schnitt- und Schürfwunden, die in unwegsamem Gelände schnell passieren, zum Glück aber meist eher nervig als gefährlich sind. Ein wenig Desinfektionsmittel dafür hat aber auch noch keinen groß was gekostet. Ein Zecken-Entfernungsset ist in Deutschland und Europa absolutes Pflichtprogramm, auch wenn ich davon bis jetzt tatsächlich immer verschont geblieben bin, können Zecken ernst zu nehmende Krankheiten übertragen und sollten daher zeitnah und fachgerecht entfernt werden. Wer in hohem Gras oder Unterholz fotografiert und das vergisst, spielt mit seiner Gesundheit auf lange Frist.


Für den absoluten Notfall habe ich ein Tourniquet dabei. Ich habe es noch nie gebraucht und hoffe das bleibt so. Aber wer alleine durch abgelegene Wälder oder Gebirge läuft weiß, dass zum Beispiel eine tiefe Schnittverletzung an einer Arterie ohne schnelle Versorgung lebensbedrohlich werden kann. Das ist keine dauerhafte Lösung aber es bewahrt einen im absoluten Worst Case zumindest einige Zeit vor dem verbluten. Dazu kommt ein Druckverband mit Arretierung wie er im militärischen Bereich eingesetzt wird, er lässt sich mit einer Hand anlegen und hält auch unter Bewegung sicher. Auch diesen musste ich noch nie nutzen und er wäre definitiv meine erste Wahl vor dem Tourniquet.


Zwei Dinge die viele vergessen aber die ich für unverzichtbar halte weil sie einem nicht nur Zeit verschaffen sondern wirklich unterstützen aus einer Situation herauszuholen sind ein GPS-Sender der auch ohne Handynetz funktioniert und im Notfall einen Hilferuf absetzen kann, sowie ein einfaches Feuerzeug, für Wärme, Signalfeuer oder um nasse Kleidung zu trocknen wenn man unerwartet über Nacht draußen bleibt.

Was in dein Set gehört hängt immer davon ab wo du unterwegs bist. In Bärengebieten Nordamerikas sieht es anders aus als in deutschen Mittelgebirgen. In tropischen Regionen kommen Antihistaminika und Insektenschutz dazu. Die Grundregel ist einfach: Informiere dich vor jeder Tour über die spezifischen Risiken deiner Destination und pack entsprechend. Ich bin froh, dass ich aus meinem Set bis auf Desinfektionsmittel noch nie etwas gebraucht habe und wünsche dir das Gleiche. Frage wenn du dir unsicher bist allerdings definitiv einen Arzt worauf du noch achten solltest.


5. Die unterschätzten Helfer: Müllsäcke, Handtuch und Reinigungsset

Das klingt banal. Ist es aber nicht. Als ich vor ienigen Jahren in South Dakota mitten in einem Gewitter stand und Blitze fotografiert habe, waren kleine Müllsäcke über der Kamera das Einzige was mein Equipment gerettet hat. Kein Kamerabeutel der Welt schützt so zuverlässig, schnell und günstig wie ein simpler Müllsack. Allem voran ist nichts mit diesem Funktionsumfang so leicht zu verstauen. Auch ein kleines Mikrofasertuch für Wasserspritzer auf Objektiven und Gehäuse, und ein kompaktes Reinigungsset für Staub und Schmutz darf nicht fehlen. In trockenen Regionen wie Utah oder auf sandigen Küsten ist Staub der größte Feind der Kameramechanik. Wer das unterschätzt, ärgert sich später bei den Ergebnissen und auch beim Verschleiss des Equipments. Auch wenn amn heutzutage fast alles per Handy navigieren kann, ist eine klassische Karte in sehr abgelegenen Regionen immer hilfreich.


Naturfotografie Ausrüstung muss nicht teuer sein, aber sie muss funktionieren wenn es darauf ankommt. Diese fünf Ausrüstungsgegenstände haben mich durch Gewitter, Flüsse und endlose Wartezeiten in der Wildnis begleitet und zu vielen meienr jetzigen Ergebnisse in der Naturfotografie beigetragen.


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