Top 5 Tipps zur Landschaftsfotografie für Anfänger und Fortgeschrittene
- Jakob Kreusch
- 5. Mai
- 4 Min. Lesezeit
Landschaftsfotografie ist eine faszinierende Kunst. Sie zeigt die Schönheit der Natur und hält besondere Momente fest. Doch gute Landschaftsfotos brauchen Übung und einige Dinge die man berücksichtigen muss. Ich teile mit dir hier meine Top 5 Tipps, die dir helfen, deine Landschaftsfotos auf das nächste Level zu bringen. Hol dir gerne in meinem Portfolio noch ein wenig Inspiration dazu

1. Der richtige Zeitpunkt macht den Unterschied
Das Timing ist entscheidend für gute Landschaftsfotos. Die besten Lichtverhältnisse findest du in der sogenannten „Goldenen Stunde“. Das ist kurz nach Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang. Das Licht ist weich, warm und erzeugt lange Schatten. So wirken deine Fotos lebendig und dreidimensional.
Früh aufzustehen lohnt sich also. Egal ob in der weiten Welt oder vor der Tür, bei mir in Hessen zum Beispiel, überall gibt es viele schöne Orte, die morgens noch ruhig und unberührt sind. Die Natur zeigt sich dann von ihrer besten Seite. Plane deine Tour so, dass du rechtzeitig vor Ort bist. So kannst du in Ruhe dein Equipment aufbauen und die Szene vorbereiten. Stimme das allerdings mit deinem Motiv ab, es gibt auch Orte die sich im hellen besser fotografieren lassen.
2. Ein stabiles Stativ
Für scharfe und detailreiche Landschaftsfotos brauchst du ein gutes Stativ. Gerade bei wenig Licht oder Langzeitbelichtungen ist es unerlässlich. Ein Stativ sorgt für Stabilität und verhindert Verwacklungen. Vor allem aber hilft es dir deine Bildkomposition genau zu erstellen, so dass du dann nur noch auf den richtigen Moment warten musst um dein Foto zu machen.
Ich empfehle dir, in ein leichtes und robustes Modell zu investieren. So kannst du es problemlos zu abgelegenen Orten mitnehmen. Ein gutes Beispiel ist das sind die Traveller Stative von Rollei, sie sind meist kompakt, stabil und ideal für unterwegs.
Mit einem Stativ kannst du auch kreative Techniken wie Langzeitbelichtung oder HDR-Aufnahmen umsetzen. So entstehen beeindruckende Effekte, zum Beispiel fließendes Wasser oder dramatische Wolkenbewegungen.
3. Abgelegene Orte statt überfüllte Aussichtspunkte
Viele Fotografen suchen die bekannten Aussichtspunkte auf. Doch oft sind diese Plätze überlaufen und die Fotos wirken dadurch weniger einzigartig. Nicht nur, dass es dieses Bild warscheinlich vielfach so schon gibt, sondern auch die Informationen im Bild sorgen meist mehr für ein chaotisches Betrachten als einen gezielten Blick auf bestimmte Details. Ich rate dir, abgelegene Orte zu entdecken. Dort findest du Ruhe und unberührte Natur.
In Hessen und überall auf der Welt gibt es viele versteckte Plätze, die sich perfekt für Landschaftsfotografie eignen. Zum Beispiel kleine Täler, Waldlichtungen oder Flussufer abseits der Touristenpfade. Nutze Wanderkarten oder Apps, um solche Orte zu finden. Oft sind es auch sehr unscheinbare Orte, die sich mit einem Auge fürs Detail gut umsetzen lassen. Willst du zum Beispiel ein bestimmtes Motiv im Hintergrund überlege die von wo man dieses gut sehen kann und welcher Ort verschiedene Vorgrundmöglichkeiten bietet, zum Beispiel Bäche oder verschiedene Pflanzen.
Das Erkunden neuer Plätze macht nicht nur Spaß, sondern bringt auch frische Perspektiven in deine Fotos. So hebst du dich von der Masse ab und erzielst authentische Ergebnisse.
4. Experimentiere mit Bildkomposition
Es kann vorteilhaft sein, nicht immer den offensichtlichen Weg zu gehen. Statt klassischer Kompositionen kannst du mit verschiedenen Elementen spielen, um deine Fotografien interessanter zu gestalten. Ziehe in Betracht, Motive aus ungewöhnlichen Blickwinkeln zu erfassen.
Rücke näher an Details heran und nutze Vordergrundelemente wie Steine, Pflanzen oder Wasserflächen. So erzeugst du Tiefe und Spannung im Bild. Ein Weitwinkelobjektiv unterstützt dich dabei, mehr von der Landschaft einzufangen und interessante Kompositionen zu gestalten. Meine persönlichen Favoriten dazu findest du hier.
Tipps für kreative Bildkompositionen
Nutze die Drittelregel, um dein Hauptmotiv optimal zu platzieren.
Experimentiere mit Linien und Formen, um den Blick des Betrachters zu lenken.
Spiele mit Licht und Schatten, um Stimmung und Atmosphäre zu erzeugen.
Integriere negative Räume, um das Hauptmotiv hervorzuheben.
5. Die richtige Objektivauswahl für Landschaftsfotos
Das Objektiv ist ein entscheidender Faktor für die Bildwirkung. Für Landschaften empfehle ich ein Weitwinkelobjektiv mit Brennweiten zwischen 14 und 35 mm. Damit kannst du große Flächen und weite Horizonte abbilden.
Mein erstes Weitwinkel Objektiv für Landschaftsfotos war das Samyang 14mm F2.8, welches ich auch nach über fünf Jahren noch dafür nutze. Es bietet eine hohe Bildqualität, wenig Verzerrung und eine große Blendenöffnung für gute Lichtstärke.
Für Details oder entfernte Motive kannst du zusätzlich ein Teleobjektiv nutzen. So erzielst du abwechslungsreiche Fotos und kannst verschiedene Perspektiven ausprobieren.

Nahaufnahme eines robusten Kamerastativs auf felsigem Untergrund
Fazit: Mit diesen Tipps zu besseren Landschaftsfotos
Gute Landschaftsfotografie braucht mehr als nur eine Kamera. Der richtige Zeitpunkt, ein stabiles Stativ, abgelegene Orte, ungewöhnliche Perspektiven und passende Objektive sind die Schlüssel zum Erfolg.
Ich habe selbst erlebt, wie sich das frühe Aufstehen und die Suche nach besonderen Plätzen auszahlen. Die Natur zeigt sich dann von ihrer schönsten Seite. Nutze die Tipps, um deine eigenen Fotos zu verbessern und deine Erinnerungen eindrucksvoll festzuhalten.
Wenn du in Hessen oder Umgebung unterwegs bist, kann ich dir auch gerne mit professioneller Foto- und Videografie helfen. So bekommst du starke visuelle Inhalte für deinen Online-Auftritt oder private Erinnerungen. Schau dir zum Beispiel meine Angebote im Bereich Landschafts- und Sportfotografie oder meine Top 5 Foto Motive in Marburg an

Nutze die Natur als deine Leinwand und entdecke die Vielfalt der Landschaftsfotografie. Mit den richtigen Tipps und etwas Übung gelingen dir beeindruckende Bilder, die lange in Erinnerung bleiben.
Viel Erfolg und Freude beim Fotografieren!



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